Posts mit dem Label Cinema werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Cinema werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. November 2013

To run away with you through time, where would we go who might we find...

Huuuh.. das Wochenende ist um und passend zur stark vernachlässigten "Nicht-Tradition" des Movietastic Monday kann ich vom Tag des Doktors am Samstag berichten.

Nun, um die Spoiler so gering wie möglich zu halten für alle, die diese Jubiläumsfolge noch nicht sehen konnten:
Es war nicht die emotionalste Folge der Serie. Dramatische, tragische Elemente fehlten im Grunde komplett. (Das muss allerdings nicht schlecht sein - ich habe nicht zwingend den Drang, im Kino in Tränen auszubrechen ^^) Dagegen gab es herzerwärmende Momente, die einen hoffnungsvoll lächeln ließen und tief in die Kiste des "Mitfreuens" griffen.
Natürlich kann an der Praxis, die gesamte Ambition, das ganze Leiden des Doktors auf den Kopf zu stellen und quasi ad absurdum zu führen, auch Kritik geübt werden. Doch ich persönlich sehe lieber das erfreuliche Ende mit der Erleichterung und dem hoffnungsvollen Start in eine neue Grundhandlung.
Endlich mal nicht nur Tränen, Schmerz und Einsamkeit. Endlich mal ein Lichtblick für den armen Mann ^^
Im Grunde plätschert auch so die ganze Handlung der Folge dahin: kleine lustige Highlights und ein rundum wohliges Gefühl des Daheimseins. Der große Boom fehlte, aber meiner Meinung nach war der nicht wirklich nötig.
Die Atmosphäre mit all diesen Whovians war Boom genug für mich ;D
Bei anderen Filmen hat man ja oft noch eine gewisse Diskrepanz in den Interessen, da sich die meisten Genre ja mit unterschiedlichsten anderen Interessen kombinieren lassen. Aber bei diesem Kinobesuch kam mir die ganze Angelegenheit anders vor. Das gemeinsame Hinfiebern auf diese Jubiläumsfolge lag in der Luft. Es ist schwer zu beschreiben - auf jeden Fall war es schön ;)

Im Gegensatz zum restlichen Drumherum. Hiermit möchte ich das Cinestar in Mainz ein wenig an den Pranger stellen. Schön, dass sie nach dem Ansturm auf die Karten noch zwei weitere Säle organisieren konnten. Aber dann nicht auf die zusätzliche Besuchermenge zu reagieren und die Tickets, die nur online gekauft werden konnten, an einem einzigen Einlass zu kontrollieren zusätzlich zum üblichen samstäglichen Besucherverkehr (und der war echt arg oO), war meiner Meinung nach ziemlich schlecht organisiert. Das Arbeitsthempo am Knabberverkauf mal außen vorgelassen - ich habe selten höhere Preise für das leibliche Wohl in einem Kino gesehen. Nun, da die Schlangen lang und das Gedränge groß war, haben wir diesen Punkt auf der üblichen Kinogang-Liste gestrichen. Schön war aber auch, dass der Saal zum Zeitpunkt des eigentlichen Filmbeginns noch geschlossen war, dann noch die Besucher aus dem vorherigen Film aus dem Saal gelassen und dieser gereinigt werden musste. Endlich im Kinosaal angekommen fällt einem dann auf, dass man ja im Begriff ist einen 3D-Film zu sehen - und zwar ohne 3D-Brillen. Die mussten dann nämlich nach erneutem Anstehen an der Kasse zu jeweils einem Euro dazugekauft werden. Das hatten die am Einlass vergessen zu sagen.
Diese miserable Organisation hat den Kinogenuss dann doch ein ganzes Stück geschmälert.

Aber ich lasse mir von Cinestar Doktor Who nicht verderben *-*
Es war wirklich, wirklich eine richtig gute Entscheidung, den Samstagabend mit einer Menge Whovians in diesem Kino zu verbringen und den Anweisungen für sachgerechtes und regelkonformes Verhalten nach sontaraner Art zu lauschen. Hach, und die Idee mit dem Popcorn *mihihi* ^^

Schlussendlich: Es war echt toll.. alle möglichen Kritikpunkte hin oder her - ich bin ziemlich froh, dass die Möglichkeit bestand, die Jubiläumsfolge in Deutschland im Kino zu sehen. Das war wirklich ein Erlebnis.


Mittwoch, 13. November 2013

As you travel through the void your adventures will be great..

Oh, ihr habt keine Vorstellung, wie sehr ich diesen Blog vermisse -.-
Ständig fallen mir Dinge ein, die ich gerne schreiben würde, aber entweder es fehlt die Zeit oder aufgrund fehlender Zeit dann in Zeiten von Zeitüberschuss - seltener der Fall - der Elan.
Dabei würde ich dann doch eigtl wieder so gerne mehr hier präsentieren *seufz*

Meine Ausbildung ist in vollem Gange - supereffektiv.. nicht ;D
Lerne viele Sachen, die ich in meinem späteren Beruf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie brauchen werde. Vermutlich müssen wir einfach nur 6 Monate beschäftigt werden, bis sie in unserer Behörde darüber einig sind, was wir an Aufgaben zugeteilt bekommen, wenn die Zeit an der Verwaltungshochschule vorbei ist. Bis dahin besteht sogar die theroetische Wahrscheinlichkeit, dass ich meine Ausbildung abbrechen muss weil ich in BWL oder Privatrecht die Klausur nicht bestehe. Wie gesagt: theoretisch.
1. habe ich es nicht vor und 2. ist es keine Hexerei ;)
Dennoch fühle ich mich eher selten ambitioniert genug, interessiert Vorträgen zu lauschen, die entweder Dinge präsentieren die ich während meines Studiums gefühlte 3643186 Mal gehört habe (wie zitiere ich richtig, wie sieht eine Hausarbeit aus, was muss ich bei einer Rezension beachten, etc.) oder aber eben die Inhalte .. nun.. beinhalten, die für meinen weiteren beruflichen Weg mehr als irrelevant sind.Vor allem, da ich später noch einmal in einer weiteren Theoriephase der Ausbildung einen Überblick zB über die juristischen Themen erhalte, die mich wirklich betreffen werden - also Urheberrecht, Verschlusszeiten, etc. Hach ja, immer öfter ist es ein Ärgernis. Aber ändern kann ich ja sowieso nichts dran..

Einen kleinen Lichtblick kann ich hier allerdings auch noch präsentieren: spätestens am 1.12. muss ich mich definitiv wieder melden, da sich dann der über FB schon erwähnte Blogger-Adventskalender ankündigt, in welchem meine Wenigkeit am 13.12. vertreten ist. Ihr dürft also schonmal gespannt sein ;)

Nachdem jedoch in 10 Tagen der Tag des Doktor ansteht, dem ich wie blöde entgegenfiebere, wird möglicherweise bereits zuvor von mir Diverses hier zu hören sein ^^ Oh, wie ich mich drauf freue..
Hab schon die Karten besorgt (zum Glück, die Vorstellungen sind bereits fast ausverkauft) und kanns kaum erwarten.. Mimimimimi ^^ .. natürlich nerve ich alle mir begegnenden Menschen damit - die Ärmsten ;D - aber wenn man von der Zeit mit Mr. A absieht ist das aktuell meine größtes Entgegenfieberungsziel in der nahen Zukunft ;) .. auch wenn Matt Smith dann geht °_°
Wie auch immer:

Montag, 18. März 2013

Mrs Irrsternchens Movietastic Monday V

Falls sich noch jemand an die Oscar-Verleihung vor ein paar Wochen erinnert und möglicherweise die Gewinner verfolgt hat, dann ist ihm der nachfolgende Kurzfilm mit Sicherheit ein Begriff.
Es geht um den Gewinner in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm": Paperman (oder deutsch: Im Flug erobert). Den Preis nahm John Kahrs entgegen, ein US-amerikanischer Regisseur und Animateur.  Nach seiner Arbeit bei Pixar wechselte er 2007 zu Pixar und möglicherweise sind euch von ihm zB Monster AG, Ratatouille oder Rapunzel-neu verföhnt ein Begriff.

Der Kurzfilm ist ein kleines Beispiel für die Mühe, die man sich macht, die Aufmerksamkeit eines Menschen zu erringen. Nichts scheint zu funkionieren. Bis das Schicksal, oder möglicherweise auch ein kleines Wunder, wie man es auch nennen mag, eingreift und unmöglich Geglaubtes möglich macht.
Das ist vielen evtl. ein wenig weit hergeholt, aber für mich hat es unter anderem diese Bedeutung.
Auf jeden Fall finde ich ihn wundervoll. Ich hoffe, euch kann er ebenfalls verzaubern.




Einen ausgesprochen ausführlichen Artikel zu Paperman findet sich bei "Sir Donnerbolds Bagatellen". Hintergründe, Analyse.. Reinlesen und staunen ;)

Montag, 11. März 2013

Mrs Irrsternchens Movietastic Monday IV

Nach dem Abstecher in die Möglichkeit der Vermittlung von gewichtigen Themen in Kurzfilmen vergangene Woche, gibt es heute wieder etwas amüsantes.
Nunja, am Ende hat es einen Twist, den ich lustig aber sehr dramatisch fand. Mr. A hat wieder sein herrliches Bösewichtlachen ausgepackt, als ers gesehen hat ;)
Ergo: Definitiv bis ganz ans Ende ansehen, ich möchte jedoch nicht zuviel verraten.

Ansonsten: Der Film wurde von Dylan VanWormer und Logan Scelina  im Rahmen ihres Studiums am Ringling College of Art and Design produziert.entwickelt und 2011 veröffentlicht. Er gewann den "Best of Ringeling"-Award desselben Jahres am genannten College, also die Auszeichnung für die beste in diesem Jahr entwickelte Arbeit.


Montag, 4. März 2013

Mrs Irrsternchens Movietastic Monday III

Nachdem die letzten zwei Kurzfilme eher amüsant und süß waren, wird es heute etwas ernster. Der nachfolgende Clip ist Teil einer Kampagne aus dem Jahr 2011, der die Natur wieder in das Bewusstsein der Menschen zurück bringen soll. Gedreht wurde er von deutschen Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg und hat bereits einige Preise abgesahnt. So beispielsweise in Cannes beim Young Director Award den ersten Platz in den Kategorien „European Branded Short“ und „European Filmschool“. Die Seite der Kampagne und auch die Möglichkeit, direkt Feedback zu hinterlassen, findet sich hier: http://www.wemissyou.de/.


Ich muss sagen, mich hat der Kurzfilm nachhaltig beeindruckt und gerade gegen Ende musste ich sehr schlucken. Als Dorfmädchen habe ich bisher keine großen Probleme damit gehabt, die Natur zu vermissen. Selbst in Wiesbaden finden sich immer wieder grüne Flecken und Bäume und nachdem Mr. A direkt in Feldnähe wohnt, ist es nicht ganz so dramatisch. In Marburg hat man ja eigentlich überall einen Blick auf den Wald und ist innerhalb von 20 Minuten mitendrin.
Aber in einer Stadt zu wohnen, in der ich nicht innerhalb einer halben Stunde in Außenbezirke komme um abseits den Trubels Ruhe in der Natur zu finden. Niemals.
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber meiner Meinung nach lohnt es sich immer, den eigenen Bezug zur Natur und auch das Verhalten ihr gegenüber zu hinterfragen. Und notfalls eine Änderung anzustreben, wenn die aktuelle Situation Misstände aufweist.

Sonntag, 24. Februar 2013

Mrs Irrsternchens Movietastic Monday II

So ganz sicher bin ich mir mit der Kategorie nicht.
Ich wollte irgendetwas, das sich nach Filmen anhört, das ganze auf einen gewissen Wochentag festlegt und auch ein wenig kreativ ist. Der Vorschlag kommt von Mr. A.
Was mich daran stört ist nur die Allgemeinheit der Aussage, denn eigentlich soll es nur um die bereits erwähnten Kurzfilme gehen. Aber dummerweise gibt es keine Tage mit K und Samstag und Sonntag sind Tage, an denen ich normalerweise auch genügend Zeit für lange Artikel habe.
Aber vl wirds auch der Short Story Sonntag ^^

Wie auch immer, wir sind in der Nacht von Sonntag auf Montag und es ist Kurzfilm-Zeit ^^

Diesmal habe ich für euch einen eher amüsanten Leckerbissen, der auch schon eine Weile älter ist.
Switch ist von Tyson Hesse und war seine Abschlussarbeit am Savannah College of Art and Design. Mehr von ihm findet sich auf seiner Homepage und natürlich hat er auch eine Fan-Facebook-Seite.
Aber hier erstmal eine Kostprobe seines Animationsgeschicks.
Der Protagonist ist übrigens Rittz, der Hauptcharakter seiner Comicstrips. Von diesen süßen und urkomischen Comicstrips finden sich auf der Homepage Unmengen, alles sehr empfehlenswert. Ähm.. aber wo waren wir?

Freitag, 22. Februar 2013

Mrs Irrsternchens Movietastic Monday I

Weil das Internet ein faszinierender Hort von Kreativität ist, präsentiere ich euch hier ab und an mal einige meiner liebsten animierten und manchmal auch nicht animierten Youtube-Kurzfilme.
Die sind zumeist süß, traurig, herzerweichend, dramatisch, verstörend oder einfach alles zusammen.

Heute beginnen wir mit "Dragonboy".
Ein kleiner Junge im Kampf um seine Angebetete, obwohl doch er eigentlich der Bösewicht ist.
Unheimlich kawaii *-*
Viel Vergnügen damit.

Mittwoch, 21. November 2012

Die Katz im Sack..

Nachdem die große Diskussion um die Legalität und Illegalität von Streamingportalen auch weiterhin immer wieder ihren Weg in die Medien oder den Alltag findet, waren mein Herzblatt und ich auf der Suche nach legalen Möglichkeiten, Filme im Netz anzusehen.
Es sollte nicht zu teuer sein (Studenten eben) aber sowohl unserem Anspruch an Auswahl und Qualität genügen. Da wir begeistert Serien sehen (die leider im deutschen Mainstream-TV eher nicht anzutreffen sind) wäre etwas Orientierung in diese Richtung definitiv ein Pluspunkt.
Hängen geblieben sind wir bei dem aus Rundfunk und Fernsehen so bekannten Lovefilm, das ja bekanntermaßen zu Amazon gehört. Bei Bestellungen bei letzterem bekommt man ja immer mal wieder einen 30-Tage-Testen-Code mit (inzwischen ja auch in der Fernsehwerbung zu finden), der als die perfekte Gelegenheit erschien, das so gepriesene Filmverleihportal zu testen. Der DVD-Versand sagte uns im Allgemeinen nicht so zu, da wir eigentlich gerne spontan etwas auswählen, unsere Liste lang ist und längere Planungszeiten einfach wenig praktikabel.

Nun, daher fiel unsere Wahl auf den Video on Demand- Service.

Montag, 2. Januar 2012

Together in all these memories..

Nachdem das vergangene Jahr ein sehr kinoreiches Jahr war, erlaube ich mir die Freiheit eines Filmrückblicks. Natürlich unvollständig, einige werden nicht erwähnt, selbst wenn sie gut waren, weil sie nicht den hohen Standarts der anderen entsprechen. Zudem habe ich natürlich auch nicht alle gesehen ;)

Die Highlights:
Real Steel. Das hier wird keine Rangfolge, daher ist das auch kein konkreter Platz #1, aber auf jeden Fall ein Hit in den Kinos dieses Jahres, der mich schwer beeindruckt hat. Ein sehr überzeugender Hugh Jackman, der sich in einem Film präsentiert, in dem jeder der Zuschauer auf seine Kosten kommt. Emotionen, Kämpfe, Verzweiflung, Spannung, Liebe.. Dieser Film hatte alles und noch viel mehr davon.
Sucker Punch. Ein Film, der mir den Atem genommen und auch aufgrund der geringen Erwartungen vor Vorstellungsbeginn eingeschlagen hat wie eine Bombe. So viele unterschiedliche Aspekte, die sich da ineinander verweben und zu einem Film werden, der so, zumindest meines Wissens nach, noch nie dagewesen ist. Wahnsinnig toll.
Inception. Leonardo di Caprio erweist sich erneut als seiner Rolle in Titanic entwachsen und herausragender Charakterschauspieler. Dazu ein Film, der den Zuschauer an sich zweifeln lässt, im nächsten Moment wieder Hoffnung spendet um am Ende Emotionen der unterschiedlichsten Art brodelnd zurücklässt und dabei trotzdem noch Momente erzeugt die Ruhe vermitteln und verzaubern. (Kein Blogeintrag zu Inception? Ich bin schockiert. Den werde ich nächstes Jahr wohl nachholen müssen oO)
Darkest Hour. Spannend, emotional, sehr gut durchdachte Story und eine gute Portion Action. Eine große Überraschung zum Jahresende, die man sich wirklich noch im Kino ansehen sollte. Sogar in 3D ;)
Rapunzel. Wow. Endlich mal wieder ein Disneyfilm, der alles hat, was einen Disneyfilm ausmacht. Eine rührende Liebesgeschichte, eine böse Gegenspielerin, süße helfende Tierchen, jede Menge Witz und jede Menge Emotion. Ein absolutes Highlight dieses Jahr, und dank Animation in 3D nicht zwingend verkehrt ;)


Sehenswert:
Kung Fu Panda 2. Zuckersüßer zweiter Teil, der mit einer gehörigen Ladung Witz eine sehr überzeugende Geschichte erzählt. Man hält sich vor lachen den Bauch oder hat Tränen der Rührung in den Augen. Wirklich ein schönes Stück Film im vergangenen Jahr.
World Invasion:Battle Los Angeles. Dieser Film hat alle Erwartungen übertroffen und ein ganz neues Image für Alieninvasionsfilme erschaffen, wie ich finde. Der Blickwinkel aus der Sicht des Militärs und die erfrischend andere Konstruktion der Charaktere machen dieses Exemplar zu einem sehr sehenswerten Nachlass aus 2011.
Klischko. Eigentlich auch eine Überraschung 2011, wie eindrucksvoll sich in diesem Portrait der Klischkobrüder das Leben zweier Menschen abzeichnet, die man zwar aus dem Fernsehen kennt, so aber noch nicht erlebt hat. Nicht nur für Boxfans zu empfehlen.
Transformers 3D. Das leidige 3D, aber ein wirklich guter Film, selbst wenn es bereits der 3. der Reihe ist. Spannend ist es noch allemal, allerdings hatte mich die Brutalität mancher Szenen stellenweise erschreckt, die ich aus den anderen Teilen nicht so wahr genommen hatte. Pulverisierte Menschen, Hinrichtungsszenen, spritzendes Maschinenöl (sogar rot, und trotzdem keine höhere Altersbeschränkung, weils ja nur Gewalt an Maschinen ist oO ).. und dann 12 Jährige im Kino. Allerdings ist der Film für alle anderen echt empfehlenswert. Tolle Effekte, Action ohne Ende, sehr rührende Szenen und nachvollziehbare Dialoge.. aber ich glaube, wer Transformers mag, hat ihn sich bereits zu Gemüte geführt ^^

Was es nicht gebraucht hätte:
Skyline. Ungeschlagen auf Platz #1 der grässlichsten Filme im Kino 2011. Wie kann man nur so einen Film produzieren, geschweige denn ihn veröffentlchen, da muss man sich doch schämen. Nicht vorhandene Dialoge, unausgefeilte Charaktere, die stupide jedes Klischee erfüllen, dass man von Alienfilmen kennt. Klar, er hatte sehr schöne Effekte. Aber sich allein deswegen dem übrigen Martyrium zu unterziehen und dieses grässliche Ende zu ertragen - nein danke. (kein Blogeintrag weil ich wohl zu schockiert war.. aber glaubt mir, er war sein Geld nicht wert)
3 Musketiere. Ja, es waren schöne Kleider, die Geschichte nachvollziehbar und ein paar hübsche Kampfszenen sind auch aufgetaucht. Aber ansonsten war dieser Film, vor allem in 3D, doch recht überflüssig.
Ich bin Nummer 4. Nunja, der Titel ist ja schon sehr.. äh.. vielversprechend. Nette Geschichte, aber irgendwie mal wieder viel zu wenig ausgefeilt. Mich würde interessieren, ob mehrere Teile geplant waren, denn irgendwie erschien das eher als Mittelteil einer längeren Filmreihe, denn als einzelnes Produkt. Aber dass ich hier keinen Eintrag geschrieben habe zeigt wieder, wie erwähnenswert ich den Film eingestuft habe ;) Nettes Popcornkino für daheim, aber eigentlich hätte man ihn auch nicht verfilmen müssen.

Nunja, 3D im allgemeinen war eher überflüssig. Ich habe 2011 genau einen Film gesehen, in dem es nicht eine Farce war, sich diese Brille auf die Nase zu setzen und Kopfschmerzen von den Unschärfen am Bildrand zu bekommen, nämlich Darkest Hour. Ansonsten: Ist der Film keine Animation, sollte man es sich wirklich mehrfach überlegen, ob man nicht die Alternative hat, ihn in 2D zu sehen.
Abschließend lässt sich zusammenfassen: 
Es gab dieses Jahr einige sehr beeindruckende Überraschungen, die den Kinobesuch zu einem Erlebnis machen. Da hat sich das Geld wirklich gelohnt, denn es ist doch noch mal etwas anderes, einen Film auf einer großen Leinwand (vorausgesetzt man landet in Wiesbaden nicht in einem der 25 - Personen Säle) und in kuscheligen Kinositzen zu genießen. Zwar waren auch ein paar Fehlgriffe auf der Leinwand, aber so im Allgemeinen hat sich der Kinobesuch dieses Jahr wirklich gelohnt.
Gerne hätte ich auch noch Der Gestiefelte Kater gesehen, auf den ich mich das ganze Jahr gefreut hatte. (eigentlich DER Film, den ich unbedingt sehen wollte) Aber das hat nun doch nicht mehr geklappt. Entschädigt haben die übrigen tollen Werke, die über die Leinwand flimmerten. Ich hoffe, 2012 lässt sich wieder das ein oder andere Kleinod entdecken; da freue ich mich schon drauf ;)

Freitag, 30. Dezember 2011

We will rise against..

Pilot Hill - The Uprising

Der letzte Kinokommentar für dieses Jahr dreht sich um Darkest Hour, in dessen Vorpremiere Mr. A und ich am Mittwoch waren. 3D natürlich, dafür aber in unserem Wiesbadener Lieblingskino (weils so gut platzierte Kuschelsitze hat ^^).
Meine Erwartungen waren im Vergleich zu denen von Mr. A recht niedrig. Die Vorschau lies auf vieles schließen, darunter Aliens, n bisschen Technik, futuristisch - steampunkige Waffen und eine Gruppe junger Menschen (ich sage bewusst nicht Teenager ^^), die gegen die Invasion der bereits genannten Aliens, die diverse besondere Eigenschaften haben, ankämpfen. Soweit so gut.

Dankbarerweise war der Film dann überraschend gut. Ich habe vor einer Weile mal über World Invasion: Battle Los Angeles gebloggt und interessanterweise hatten die beiden sehr viel miteinander gemein. Und andererseits waren sie sehr verschieden.. Ähm.. aber erstmal der Reihe nach.
Die Story ist schnell erzählt. Es werden zu Beginn kurz die Hauptpersonen eingeführt: zwei Freunde, die in Moskau (ja, Moskau.. sehr erfrischend, dass es nicht in Amerika spielt) einen geschäftlichen Deal abschließen wollten, aber von ihrem hinterlistigen Geschäftspartner (Hauptperson # 3) hintergangen wurden. Da sich der Deal um einen Art Reise-App für partyfreudige Backpacker handelt, wissen die beiden schon, wo sie ihren Frust feuchtfröhlich loswerden können. Im Club angekommen stoßen sie auf zwei Freundinnen, die einen Spontanurlaub in Moskau angetreten haben. Zu 5., denn auch der schwedische Geschäftspartner taucht dort auf, erleben sie die Ankunft seltsamer Lichter. Schade war, dass der Erstkontakt bereits im Trailer zu sehen war, so dass der erste pulverisierte Mensch keine besondere Überraschung darstellte. Nun, die Flucht beginnt und nachdem sie sich erstmal einige Tage verschanzt haben, treten sie ihren Weg durch das menschenleere, aber sehr verstaubte Moskau an, auf der Suche nach Überlebenden und Rettung.
Soweit so gut. Sehr schön war die logische Erklärung der technischen Phänomene und Hilfsmittel, sowie auch der Wirkung der Aliens. Selbst ich als physikalisch eher unbelastete Person habe das Meiste verstanden und interessanterweise auch Dinge gelernt, die ich jetzt noch weiß (und bei einem möglichen Alienangriff anwenden könnte ^^). Ein ganz toller Aha- Effekt kam, als wir den Kinosaal schon längt wieder verlassen hatten. Das wird nun etwas schwer zu erklären. Und zwar gab es Szenen, in denen Dinge gezeigt wurden, die man als Zuschauer aufgrund des Vorwissens nicht erklären konnte, die Hauptpersonen allerdings auch nicht. Im weiteren Verlauf des Films erfährt man allerdings, ohne dass direkt Bezug auf die vergangene Szene genommen wird, was es mit der vergangenen Sache auf sich hatte. Wenn man dann den Film rekapituliert denkt man sich: Ach, stimmt ja, deswegen war das so. Kleine Gimmicks also, die das Wissen des Zuschauers etwas herausfordern, bzw. sogar beinahe der Wissen nochmal abprüfen durch die Erinnerung. Beinahe ein Lehrfilm ^^ Ich hoffe ihr habt verstanden, was ich nun gemeint habe..
ich gebe zu, der Spruch "Survive the Holidays" ist ziemlich dämlich ^^
Achso, weil ich Battle Los Angeles erwähnt habe.. nunja, soviel kann ich darüber nicht sagen, ohne massiv zu spoilern. ein großer Unterschied ist, dass es nicht aus der Sicht des Militärs geschildert ist, sondern eben die benannten jungen Charaktere die Geschichte erleben. Die Gruppe fluktuiert allerdings, es sterben Personen, es kommen neue dazu.. Es ist kein festgesetzter Prozess und das macht die Angelegenheit umso realistischer. Genauso die Verzweiflung der Charaktere (es ist Gott sei Dank keine dauerhaft kreischende Paniktussi dabei) oder ihre Stärke. Oder auch ihr Unwissen. Dankbarerweise gibt es keinen Physikfreak, der jedesmal weiß, was zu tun ist und mit Leichtigkeit nebenbei die Herkunft der Wesen errechnet, sondern die Lösungen resultieren entweder aus der Hand eines Fachmanns, der zwischendurch auftaucht und kurze Hinweise gibt (ohne dabei zuviel zu verraten) oder pur aus logischen Schlussfolgerungen. Es wird kein umständlicher Weg konstruiert, wodurch eine Hauptperson einen Umstand nun wissen müsse, sondern es wird kurz und knapp das Internet und Fernsehen als Herkunft eingeworfen, weil die Erkenntnis die Handlung nur mäßig beeinflusst, aber dennoch angesprochen werden muss (damit man als Zuschauer nicht wie so oft dasitzt und sich denkt: Alles schön und gut, aber darauf wäre doch kein Mensch aus heiterem Himmel gekommen). 
Auch wenn es jetzt so rüberkommt: Der Film ist nicht nur was für Technikbegeisterte. Klar, man sollte jetzt nicht eine von den Personen sein, die, wenn nur das Wort "Physik" fällt, gähnend aufstehen, aber man muss auch nicht in seiner Freizeit mit leuchtenden Augen vor Lötkolben sitzen oder heimlicher Raumschiffbauer sein. Denn der Film hat neben vermitteltem Wissen auch noch eine Menge Spannung zu bieten, sehr emotionale Momente und auch ein paar wirklich amüsante Szenen. Eigentlich wird alles geboten und dank der überschaubaren Länge auch nicht in unendlich langweiliger Länge. Es ist ein kompakter, unterhaltsamer und spannender Film, der meiner Meinung nach ein kleines Highlight darstellt. Interessanterweise ist auch der 3D - Effekt ausnahmsweise mal nicht störend (wenn man davon absieht, dass der Blick durch die Brille sehr beengt ist und auch die Farbe sehr darunter leidet). Schöne Effekte, nicht zu überladen, sondern immer passend eingesetzt. Auch die Musik wurde, was ich durch die Spannung gar nicht mitbekommen habe ^^, in handlungsbezogener Weise eingesetzt. Insgesamt ergibt sich ein sehr stimmiges Bild der filmischen Möglichkeiten.
Doch, ich kann diesen Film mit bestem Gewissen empfehlen ;)
Eigentlich ist er so, wie Skyline hätte sein können/sollen..

Montag, 24. Oktober 2011

Vive le roi, vive la dance..

Und weil ich mich so über meine Halloween- Errungenschaften gefreut habe, möchte ich euch auch nicht vorenthalten, was man damit so anstellen kann. Ausprobiert habe ich erstmal nur die Gespensterform und die Ergebnisse sind wirklich richtig putzig ^^ Und lecker ;)
Das Produkt sind Kaffee-Mandel-Muffins mit Espressoschokoladenstückchen drin, daher auch die dunklen Flecken. Klar, die Gesichter sind etwas.. gewöhnungsbedürftig und von der Seite sehen sie eher aus wie Sternchen denn wie gruselige Lakengeister, aber ich finde es sehr niedlich..
Die andere Form wird dann Freitag eingeweiht, bevor es Samstag zur Party geht.


Ein weiteres Erlebnis des Wochenendes war "Die 3 Musketiere". Bevor der Film nun ausläuft haben mein Herz und ich uns Sonntag früh noch mal reingeschleppt. Nunja..
Wer einen spannenden, actiongeladenen Film mit tollen Fechtszenen, interessanten Charakteren und einer herzzerreißenden Liebesgeschichte erwartet, sollte sich lieber etwas anderes antun. Der Film war grundsätzlich nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Recht lahme Dialoge, einen unglaublich unspektakulären Endkampf sowie eher oberflächliche Romanzen reißen einen nicht wirklich vom Kinosessel und auch die Pulverexplosionen des fliegenden Kriegsschiffes machen das nicht gerade besser. Ich sehe gerne, wenn Genre innovativ verknüpft werden und futuristische Elemente, bzw. erfinderische Ideen der jeweiligen Zeit (hier unrealisierte Skizzen von Da Vinci) eingebunden werden, um einer bereits bekannten Geschichte einen neuen, spannenden Anstrich zu verpassen. Wenn es herausragen und außergewöhnlich ist. Aber das hier ist mitnichten gerade mal gut. Man hat zwischendurch das Gefühl, aus Versehen in einen neuen ( bzw. alten) Teil von "Fluch der Karibik" geraten zu sein, der nun Ausnahmsweise mal in der Luft spielt.
Quelle: weheartit.com
Dass 3D mal wieder für die Katz war, brauche ich wohl kaum noch weiter auszuführen. Nettes Popcornkino für einen kuscheligen Abend daheim, aber nichts, wofür es sich lohnt, ins Kino zu gehen. Sehr, sehr schade.
Oh, und Orlando Bloom sieht als Bösewicht leider sehr homosexuell aus. Das passt so gar nicht zu ihm *seufz* (auch wenn ich ihn als Legolas mag ^^)




Dienstag, 13. September 2011

Weil dein Herz noch Feuer fängt..

Joshua Radin feat. Maria Taylor - When You Find Me

Unglaublich, wie ich das hier doch wieder schleifen lasse.
Ja, ich weiß, eigentlich wäre nun das Gewinnspiel überfällig, aber das braucht noch bis Oktober denke ich. Dafür wirds einige hübsche Dinge zu gewinnen geben, da könnt ihr euch schon drauf freuen ;)
Ich weiß zwar noch nicht, ob und wenn ja, wie ich die Kombination Selbstgemachtes und Accessoires verknüpfen soll, aber dafür finde ich auch noch ne Lösung ;)
Ansonsten war Sonntag eine echt schöne Feier, danke nochmal an alle die da waren.
Auch wenn ich Samstag dann nochmal n halben Zusammenbruch hatte, weil ich nicht alles machen konnte, was ich geplant hatte (keine Cupcakes zB. -.-) hatte Mr. A noch die passenden Worte, um mich wieder aufzubauen. Danke, Tiger ;)
Abends gings dann noch in Conan ([Counan!] *harr* sollte ich anmerken.. [Conan] wäre der kleine Junge, der Morde aufklärt.. hat man mich wiederum aufgeklärt.. tz, immer diese Nerds ^^).. Ein sehr hübscher Film mit faszinierenden Locations (extrem geil fantasylastig, verständlicherweise), netten amüsanten Szenen, herrlichen Outfits, einem sehr ansehnlichen Hauptcharakter und der ersten 3D- Sexszene meines Lebens.. Die aber echt klasse beleuchtet war, von der Höhle und dem Strohlager mal abgesehen sehr stilvoll ;)
Wie auch immer, ich finde ihn empfehlenswert..
Was es hier übrigens auch noch die nächsten Tage zu erwarten gibt ist eine Buchrezension über "Drift" von Michel Bozikovic.. Darauf könnt ihr euch schon freuen..
Ansonsten hänge ich, wer hätte es gedacht, mit meinen Hausarbeiten hinterher und auch mein Praktikumsprotokoll ist dezent unvollständig. Aber: Ich werde in den nächsten Tagen meine Bewerbung für eine Ausbildung zur Diplom-Archivarin verschicken.
Drückt mir bloß die Daumen, dass das nächstes Jahr was wird. Das wäre der absolute Wahnsinn *.*
Naja, es bleibt eben nichts stehen.. Tempus fugit, meine Lieben..
Und das extrem schnell im Moment..

Dienstag, 21. Juni 2011

Everybody was kung-fu fighting...

Damit ich nicht wieder eins auf den Deckel kriege kommt hier noch die lang fällige Rezension für Kung Fu Panda 2.
Wir waren in der Vorpremiere von Kung Fu Panda 2 und wurden definitiv positiv überrascht.
Zweite Teile von guten Filmen sind ja immer so ne Sache, darüber muss ich mich wohl nicht auslassen ;) und besonders bei so amüsanten animierten Filmen wie dem ersten Teil der Saga um den verfressenen Panda ist es nicht einfach zu glauben, dass sich eine weiter Verfilmung ansehen lässt ohne danach kopfschüttelnd das Kino zu verlassen.
Doch bereits die Vorgeschichte punktete durch die Darstellung, welche Schattenspielen nachempfunden war. Der Zuschauer konnte sich damit den ungefähren Verlauf, bzw. die Problematik der weiteren Filmhandlung bereits denken, was aber besonders für die Kinder (die gesamte Familie war definitiv Zielpublikum des Films) praktisch war.

weheartit.com
 Der übrige Film bestach durch seinen panda- typische Humor und faszinierende Kampfszenen (Panda- Heuschrecken - Tiger - Schlangen- Kranich - Affen - Kung Fu eben ^^). 
Mit süßen Tierchen (Hase!), actiongeladenen Kämpfen, dramatischen Enthüllungen und Rettich bietet Kung Fu Panda 2 für jeden Kinobesucher entspannte Unterhaltung und einen Kinoabend/- nachmittag ohne Langeweile.
Meine Lieblingszene ist eindeutig die im Gefängnis (schaut euch den Film an, ihr werdet euch kugeln :D )
Extrem cool waren auch die (gewollten oder ungewollten) Anspielungen auf diverse Helden meiner Kindheit ^^ So erinnerten der  "Flügelschlag der Gerechtigkeit  " doch sehr an Sailor Moon und auch die Handbewegung des Kamehameha von Son Goku taucht auf. Ihr müsst da mal drauf achten.

weheartit.com
Ausnahmsweise mäkele ich nicht daran herum, dass es mal wieder unbedingt 3D sein musste. Grundsätzlich gilt wohl: Animierte Filme sind in 3D zwischen erträglich und absolut passend einzuordnen, während man sich diese Technik für die übrigen Verfilmungen sparen kann.

weheartit.com

Alex, hab ich was vergessen?
Hab grad Seminar und kann nicht denken ^^ (Universalmonarchie der Habsburger, Herrschaft die nicht national oder regional ist, verbindet verschiedene Gebiete.. Bla ;) )

Montag, 20. Juni 2011

Cinema, cinema ...

Ein denkwürdiges Ereignis: Ein lang gehegter Verdacht bestätigte sich.
Schon seit geraumer Zeit vermuten wir, dass in Wiesbaden zu jedem Film (egal in wie vielen Kinos er dort gezeigt wird) nur genau eine Filmrolle existiert, die von einem speziell dafür beschäftigten Filmrollentaxifahrer durch die Stadt transportiert wird. 
Gestern haben wir sie gesehen. Die Filmrolle.
Sie ist rießig (ich schätze auf einen groben Meter Durchmesser) und so wie es aussah auch nicht gerade ein Leichgewicht. Nebenbei informierten wir uns noch über die Entwicklung von den Filmrollen weg hin zur Festplatte, die in den Wiesbadener Kinos in Teilen dieses Jahr noch erfolgen soll. Ich finde das Schade, denn das Flair eines flackernden Filmes, der von einer solchen Rolel abgespielt wird, ist nochmal etwas ganz anderes und kinospezifisches.

Nun, erneut ein Geheimnis gelüftet, bzw. ein Verdacht bestätigt ;) 
Yeah :D

Man merkt: Ich war mal wieder im Kino.
Und das, obwohl ich so einen Stress mit meinen Referaten habe. Doch dafür war ich den restlichen Tag ziemlich produktiv, da muss ich mir deswegen nichts vorwerfen ;)
Zwei Filme standen auf dem Programm: X- Men, First Class und Klitschko.
Eine merkwürdige Zusammenstellung vielleicht für den ein oder anderen, aber ich persönlich fand beide Filme schon im Vornherein interessant (auch wenn mein Begeleiter mir das in Bezug auf den zweiten Film wahrscheinlich immernoch nicht glaubt ;) ).
Ich werde nur ein kurzes Statement zu beiden Filmen abgeben. Erstens habe ich nicht so wirklich Lust Romane zu schreiben (auch wenn es vermutlich doch darauf hinauslaufen wird) und zweitens werde ich wohl auch nicht massig viel schreiben können. Das liegt vor allem daran, dass ich von den Filmen nicht über das Maß hinaus begeistert war, sie aber auch nicht absolut grottig waren. Extreme sind ja immer ganz gut, um viel Text zu produzieren, weil man entweder viel zu loben oder viel zu meckern hat.

X-Men, Erste Entscheidung war für mich ein bisschen ein Problem, da ich ja unter einem eher gering begabten Gedächtnis leide. Das heißt, ich erkannte zwar Parallelen, Anspielungen und dergleichen, aber bei weitem nicht alle und oft auch nur, wenn ich darauf hingewiesen wurde.
Sehr, sehr schön war der extrem kurze Gastauftritt von Wolverine *__*
Ansonsten eine nachvollziehbare Geschichte, keine großen Neuigkeiten, logische Verknüpfungen und starke Charaktere, die aber die übrigen Personen nicht überlagerten.
Charles Xavier und Erik Lensherr, respektive Professor X und Magneto, sind eigentständige Charaktere, die meiner Meinung nach aber nur in ihren gemeinsamen Handlungen die Geschichte dominieren. Dabei kommen aber auch die übrigen Mutanten, bzw. Menschen nicht zu kurz.
Es ist eine schön konzipierte Vorgeschichte für die übrigen Filme, an der ich eigentlich kaum etwas auszusetzen finde.
Sehr nett fand ich die historischen Ereignisse, die in die Handlung verflochten wurden (Kuba- Krise, Kalter Krieg, ... ). Irgendwie war aber die Dynamik des Filmes etwas lahm, nicht langweilig, aber zumindest so, dass man die ganze Zeit auf den Höhepunkt wartete, der dann kam, aber genauso schnell auch wieder vorbei war, ohne dass man einen höheren Adrenalinkitzel verspürt hätte.
Entschädigt wird man mit imposanten Bildern wie zB. das fliegende U- Boot des obligatorischen Bösewichtes.
Zu bemängeln wäre, dass genau eine Person dunkler Hautfarbe im Film vorkommt, welche auch als erste der Mutantengruppe stirbt. Keine Ahnung, ob das eine gewollte Parodie dieses Filmklischees ist, aber ein genervtes "Oh Mann! " ist es eindeutig wert.

Abends hieß es dann  "Ring frei  "  für die Klitschkos.
Grundsätzlich war der Film vom Konzept her nicht groß anders als erwartet. Eine Darstellung des Lebens der Brüder, ausgehend von der Kindheit hin zur Berühmtheit.
Womit ich nicht gerechnet hatte war die ausführliche und eindrucksvolle Bearbeitung der Kind- und Jugendzeit, die mit Anekdoten und historischen Begebenheiten abgerundet wurde. Die Katastrophe von Tschernobyl und das Regime in der Sowjetunion waren zwei der Dinge, mit denen die Familie zu kämpfen hatte. Eine interessante Info aus diesem Filmteil war beispielsweise auch das Verbot von westlichen Kampfsportarten in der Sowjetunion und die Begeisterung der Jugendlichen, dieses Verbot zu umgehen. Die amüsanteste Stelle des Films findet man auch in diesem Filmabschnitt. Ich möchte nichts vorwegnehmen, aber wartet mal auf den Bericht über den Umgang mit Waffen und Sprengladungen, die die Brüder zufällig beim Spielen fanden.
Die weitere Aufteilung beinhaltet zum einen die Entwicklung beider Brüder hin zu Boxern und zeigt dann erst den Weg Wladimirs über den Weltmeistertitel über seine Niederlagen hinweg bis zum erneuten Triumph, zeigt dann das politische Engagement von Vitali und seinen erneuten Einstieg in das Boxgeschäft. Dabei kommen auch die Familie, Weggefährten, Freunde und Trainer zu Wort.
Insgesamt ein sehr ehrliches und beeindruckendes Bild zweier Brüder, die in einem so gefährlichen Geschäft wie dem Boxen ganz besonders aufeinander angewiesen sind, sich aber auch in ihrer Eigenständigkeit zu behaupten wissen, ohne dabei den Bezug zu ihrer Familie zu verlieren. Diese Eigenständigkeit zeigt sich vor allem in der Darstellung der psychischen Höhenflüge, aber besonders der tiefen Phasen, die beide zu bewältigen hatten, bewältigt haben und teilweise auch noch bewältigen müssen.
Ein Film also, den man sich auch als weniger kampfsportversiertes Mädchen ansehen kann, sofern man sich ein bisschen für die Thematik (oder Menschen und ihre Geschichte im Allgemeinen) interessiert.

Seid ihr eigentlich Kinokonsumenten? Oder ist euch die entspannte DVD zuhause lieber?
Und welche Filmgenre bevorzug ihr?

Dienstag, 31. Mai 2011

Yo-Ho all hands hoist the colors high.. Heave- Ho thieves and beggars, never shall we die..

Juhu, ich war wieder im Kino *g* Das hat sich ja in den letzten Wochen ziemlich in Grenzen gehalten (auch weil doch ne gewisse Flaute an ansprechenden Filmen vorhanden war), doch gestern wars mal wieder soweit.
Fluch der Karibik in OV ^^ Für mein mäßiges Englisch waren die Teile, in denen Jack etwas betrunken vor sich hin brabbelte manchmal ein wenig schwer verständlich, ansonsten ist es wirklich eine gute Idee, sich das ganze in Originalton anzusehen, da es nochmal eine ganz andere Atmosphäre vermittelt und das Ganze doch aufwertet.
Ansonsten war es eigentlich richtig nett. Ich muss sagen, wäre es der zweite Teil der Reihe gewesen, hätte ich fast nichts zu beanstanden. Doch als "Abschlussfilm" (auf die Anführungszeichen bei dieser Bezeichnung komme ich noch zu sprechen) wars etwas mager. Die Story ist ganz ansprechend, aber irgendwie nicht besonders ausgefeilt. Etliche Szenen hätte man viel schöner ausfeilen können, vieles war zu kurz gefasst und zu knapp aufeinander.
Sehr gut gefallen hat mir die Zwischengeschichte mit der Meerjungfrau (auch wenn Alex der Meinung ist, dass Zombievampirmeerjungfrauspidergirls etwas übertrieben sind), vl aber auch nur, weil eine Liebesgeschichte wie bei Will und Elizabeth grundlegend fehlt und das einen gewissen Ausgleich bot. 



weheartit.com
Außerdem war die Schlacht mit den Meerjungfrauen quasi die einzige größere Kampfszene. Gut, Jack kämpft nochmal kurz gegen ein paar Spanier und dann gibts noch nen Mini-Showdown am Ende, was aber beides eigentlich nicht der Rede wert ist. Und damit kommen wir auch schon zu einem größeren Kritikpunkt an diesem Film: Es gibt keine Seeschlacht. Es ist ein abschließender Teil einer epischen Piratengeschichte und es gibt darin keine Seeschlacht!! Kein Kanonenfeuer (oh, doch, ein kleines Beiboot wird mit Riesenflammen niedergebrannt), keine Säbelrasselnden Schiffsmannschaften die mit wildem Gebrüll aufeinanderstürzen (außer ner kleinen Minimeuterei).. Es ist wirklich bedauerlich.. Und auch das offene Ende deutet darauf hin, dass man sich Spielraum lassen möchte für eine mögliche Fortsetzung. Wenn sie so wird wie dieser Film, würde ich davon absolut die Finger lassen (wobei ich dazu neige zu sagen: Schlechter kann es kaum noch werden.. Außer sie lassen nun auch noch Jack weg). Man hätte so viel aus der Geschichte machen können. Es ist richtig, richtig traurig, wenn man sich ausmalt, welche Möglichkeiten bestanden hätten, die Black Pearl nochmal mit reinzubringen und auch einen Kampf zu See der dieser schönen Reihe einen würdigen Abschluss geboten hätte.
weheartit.com
Der ganze Film wird hauptsächlich noch (von den Meerjungfrauen abgesehen ^^) von der großen Schauspielerischen Leisung Jonny Depps herausgerissen. Die anderen Akteure kann man eigentlich auch vergessen. Barbossa ist noch ganz nett, aber auch er hat durch die lahme Handlung keine Position, die ihm eine größere Bedeutung beimessen würde. Blackbeard ist total schwach und auch Penelopé Cruz kommt eher wie eine Randfigur vor.
Eigentlich kein Film, den man sich im Kino ansehen müsste. Sehenswert ist er meiner Meinung nach trotzdem, aber nicht zwingend ;)

Dass 3D mal wieder völlig überflüssig war, muss ich wohl nicht weiter erwähnen -.-



Donnerstag, 28. April 2011

We won this battle with might and fearless hearts..

In letzter Zeit gibt es immer mehr Momente, in denen meine männliche Seite (Bob, wie Alex heute freundlicherweise in Erfahrung brachte ^^) die Oberhand erhält und seine rege kindliche Freude an den Ereignissen hat. So durfte ich beispielsweise während meines letzten Jobs in der Werkstatt der Brauerei, in der ich arbeitete, Schrauben ausschneiden.

  
weheartit.com

Gestern war wieder ein solcher Moment, denn ich war mit meiner "Freundin" (die Kassiererin im Kino war so dreist anzunehmen, Alex sei weiblich xD) in "Thor" in der "Echte Kerle"- Vorstellung. Absichtlich übrigens ^^
Der Film war an sich nicht schlecht. Kurzweilig mit einigen äußerst amüsanten Stellen und ein paar netten Kampfszenen. Auch meine weibliche Seite war aufgrund der Szenen, in deinen ein durchaus nicht verachtenswerter Thor mit freiem Oberkörper herumlief, sich animalisch kämpferisch im Schlamm wälzte oder strahlend in seiner Rüstung an seinem Hammer hängend herumflog. Durchaus ein Film, den man sich im Kino ansehen kann und bei dem es für jeden etwas nettes zu sehen gibt ;)
 Auch die Story war nachvollziehbar und eigentlich meinem Emfinden nach an keiner Stelle undurchsichtig oder schlecht nachzuvollziehen, geschweige denn zu abstrus (gut, über dem Umstand an einem Hammer fliegen zu können kann man sich ja streiten ^^). Mein Lieblingscharakter ist übrigens Heimdall *g*

weheartit.com
 Dank Alex erfuhr ich von dem Umstand, dass bei Marvel- Filmen ganz am Ende nach dem Abspann immer noch eine Mini-Vorausschau, bzw Sequenz im Bezug auf den nächsten Film kommt (in diesem Fall vermutlich Captain America), was natürlich auch diesmal der Fall war (was ca 4 weitere Personen der ingesamt ca 40 die im Kino waren noch wussten). Leider schaffte es das Kinopersonal nicht, für die 5 Minuten noch mal das Licht auszumachen, sodass das Geschehen auf der Leinwand doch relativ schlecht zu sehen war. Aber über die Wiesbadener Kinos und ihre Angestellten könnte ich noch so das ein oder andere erzählen.
Apropos schlechte Sicht: 3D war auch hier mal wieder vollkommen überflüssig. So eine schöne 2D- Verfilmung wie zB bei Suckerpunch hätte den Film mehr als aufgewertet und wäre bei weitem besser rübergekommen als die 3D- Technik, die nicht nur störend war an manchen Stellen sondern auch einiges irgendwie verschwommen und unscharf wirken lies. Das ist sehr, sehr schade gewesen.

weheartit.com

"World Invasion: Battle Los Angeles" muss ich an dieser Stelle und in Bezug auf meine männliche Seite auch unbedingt noch erwähnen. Vor einer Weile kam ja der Film "Skyline" ins Kino und Bob war mit Alex Vorschlag einverstanden, sich diesen im Kino anzutun. Eine herbe Enttäuschung, deren Ausmaß eigentlich nicht zu beschreiben ist. Dieser Film war wirklich rausgeworfenes Geld.
Ganz anders World Invasion. Es hat mich wirklich überrascht, wie gut dieses schöne Stück gelungen ist. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Story aus der Sicht des Militärs geschildert ist, es also nicht um das typische "ein paar Zivilisten, am besten inkl eines Pärchens und eines Kindes, entkommen als einzige den Aliens die die Erde vernichten und retten ihre Welt indem sie zu 5. mit einem Kaugummi alle Eindringlinge zerstören" Geschehen. Es gibt militärtaktische Erklärungen und Aktionen, wie zB die Hinweise, warum die Aliens auf eine bestimmte Art und Weise vorgehen, und wie sich die Soldaten ihnen gegenüber verhalten. Dabei kommt nicht die nervige amerikanische Patriotenart zum Spiel, sondern die einzelnen Charaktere bleiben immernoch Menschen, die ihre Probleme und Ängste haben, aber ihren Job verrichten. Nicht direkt um ihr Land zu retten, sondern weil sie eben dafür bezahlt werden und einen Auftrag haben. Dabei kommt aber wie gesagt die Menschlichkeit nicht zu kurz. Auch die Zivilisten zwischendrin handeln nur aus der Situation heraus und nicht aus irgendwelchen heroischen Beweggründen. Es wirkt alles sehr realistisch und durchdacht. Die Aliens sind auch keine Superwesen, denen irgendwelche Zauberkräfte innewohnen oder sowas, sondern ihre Technologien wie auch ihre Biologie sind nachvollziehbar konstruiert. Es kommt sogar eine minimale Szene vor, in denen zwei Außerirdische einen gefallenen Kameraden aus der Schusslinie ziehen. Ein wirklich empfehlenswerter Film für alle, die (Kriegs-) Action, Piu-piu-Geballer und starke Charaktere mögen, aber auch auf eine sinnvolle Handlung stehen.


Samstag, 2. April 2011

Sweet dreams are made of this..

Manchmal ist es ganz lustig, wenn die Türen des Kinosaals noch verschlossen sind und man gemeinsam mit dem übrigen Publikum darauf wartet, endlich eingelassen zu werden und in den weichen Sitzen zu versinken, gespannt darauf, was einem die Leinwand bieten wird.
Da findet man zwei Freunde, die sich noch mal schnell die Kopfhörer in die Ohren schieben, weil sie sich gerade nichts mehr zu sagen haben, 10 jugendliche Männer, die mit den zwei mitgeschleiften Freundinnen (sichtbar entnervt) in einer Ecke herumhängen und wohl auf weitere actionfreudige (vermutlich männliche) Freunde warten, aber seltsamerweise auch ein Pärchen, das direkt Pretty Woman entsprungen sein könnte. Letztere passen weniger zu diesem Film, weil sie ineinander die Liebe fürs Leben gefunden haben, sondern eher, weil sie aussah wie, entschuldigt diesen Ausdruck, eine Prostituierte (Leostrumpfhose, milchkaffeefarbener Minirock und rotes Top - unglaublich grässlich) und ihr Typ wie ein Geschäftsmann, der sie von seiner letzten Reise aus Taiwan mitgebracht hat.
Aber ich möchte noch nicht zuviele Worte zu diesem Gespann verlieren, ich komme noch früh genug wieder darauf zurück. 
Wie ich nun aufs Kino komme: Wir haben uns heute Sucker Punch angesehen.
Inzwischen waren wir uns nach den letzten Filmen (recht viele in letzter Zeit) dahingehend einig, dass ein Film, in den man ohne Erwartungen geht, eindeutig besser ist, als einer, in den man gleich von Anfang an zu hohe Erwartungen setzt.
Daher bestand vor dem Kinobesuch das Problem, dass wir nun doch Erwartungen hatten: Nämlich einen Actionfilm mit Fantasysequenzen, dessen Handlung vielleicht etwas mild gehalten ist, was aber durch die Bildgewalt(ätigkeiten) nicht zu sehr ins Gewicht fallen wird. Oder anders gesagt: So seicht die Handlung ist, die Bilder sind bestimmt krass genug, das auszugleichen.
Der Trailer war dahingehend ganz vielversprechend. Also, sowohl was die seichte Handlung angeht, als auch die imposanten Effekte. Schlussendlich hatte ich aber doch die Vermutung, dass der Trailer nur die tollsten Actionszenen zeigt und wir im Film nichts besseres mehr zu sehen bekommen. Dieser Verdacht sollte sich als reinster Witz herausstellen.
weheartit.com
Der Film war der absolute Oberknaller.
Nicht nur, dass die Geschichte weitestgehend plausibel, schön verworren und psychologisch anspruchsvoll (wie ich es liebe) und interessant gestaltet war. Nein, auch die Kampfszenen, Kostüme und Spezialeffekte waren unglaublich.
Auch der kampfsportbegeisterten Mann (er würde sich eher als Kampfsportexperte bezeichnen) kam voll auf seine Kosten. Von spannenden Zweikämpfen über epische Schlachten ist in diesem Film wirklich alles vertreten. Dabei wird nicht versucht, mühsam eine einigermaßen sinnfreie Story zu finden warum, man nun eigentlich gegen diese Steampunknazizombies kämpfen muss, sondern es heißt: Da ist die Karte, der Typ will sie zum Zeppelin bringen, haltet ihn auf und tötet alle dieser Kreaturen. Ja, ihr habt richtig gelesen: STEAMPUNKNAZIZOMBIES. 
Kann es etwas cooleres geben? Ja, kann es: Ihr habt es in diesem Film nicht nur mit zahnradbetriebenen untoten Rechtsextremisten zu tun, sondern auch mit einem flug- und kampffähigen Häschenroboter, Mini-Gun- Raketenwerfer- Samurais, einer wütenden Drachenmama, (unfreiwillig) fliegenden Orks und den Robotern aus I, Robot, welche in schönster 300- Manier in einem Zug neben einer rießigen Bombe niedergemacht werden. Nichts desto trotz ist hier auch nicht nur wildes Herumgeballere zu sehen (mit Kanonen mit Häschen- Handy- Anhängern auch gar nicht so einfach stupide darzustellen), sondern die 5 Hauptcharaktere gehen mit gerade zu militärischer Taktik vor. Sie hüpfen/schleichen/rennen in unglaublich geilen Outfits durch brennende Schlossbauten und schießen/stechen in actiongeladenen Kampfsequenzen besagte Orks/Steampunknazi.. ihr wisst schon was ich meine/Roboter nieder. 
Natürlich gibt es auch ein paar Schwachpunkte, aber der Film ist so unglaublich erschlagend gut, dass man über die zwei- drei Kleinigkeiten mehr als hinwegsehen kann. Ein paar Szenen haben mir schauspielerisch nicht so gut gefallen, genauso kann man sich auch über das Ende (bzw. das Opfer von Babydoll in der zweiten Parallelwelt) streiten. Ich hätte mir irgendetwas anderes gewünscht. Allerdings kann ich jetzt nicht genau sagen, was ;)
Ich kann euch das jetzt verraten, denn ihr glaubt mir ja eh nicht, dass das alles in einem einzigen Film vorkommt ^^
weheartit.com
Das wirkt auch, trotz dieses Übermaßes an unterschiedlichen.. Dingen?, nicht überladen, sondern im Gegenteil: Man sitzt im Kino und denkt sich: Wow, wie geil ist das denn? Und 5 Minuten später: Scheiße, das ist ja noch viel abgefahrener! und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Naja, vorausgesetzt, man kann mit der ganzen Sache was anfangen. Ihr erinnert euch noch an unser Pretty Woman- Pärchen?
Die kleine Asiatin fand den Film wohl nicht so berauschend wie wir. Das war auch deutlich zu hören mit ihren genervten Seufzern, den Gesprächsversuchen mit dem Mann neben ihr, der immer wieder versuchte, sie sanft zum Schweigen zu bringen. Es war schlussendlich wirklich störend. Aber dass die beiden ein Problem werden könnten, war schon vor Beginn des Films insofern zu erwarten, dass sich besagte Asiatin eine Reihe zu weit nach vorne gesetzt hatte und trotzig darauf bestand sitzen zu bleiben. Erst als die Besitzer der Karten für ihren Sitz kamen gesellte sie sich entnervt zu ihrem Begleiter nach hinten.
Nun aber nochmal zu dem Film zurück.
Er hat ein wenig was von einer Parodie auf viele bekannte Filme. Herr der Ringe ist vertreten, I, Robot, 300, Star Wars, Hellboy, Herrschaft des Feuers und einige andere scheint man wiederzufinden. Aber es ist keine Parodie, sondern einfach eine Neukombination aus vielen altbekannten Elementen, aus denen nun etwas komplett Neues geschaffen wurde. Schön ist, dass sich der Film in diesem Massenauflauf an Kreaturen selbst nicht zu ernst nimmt (trotz der unglaublich dramatischen wie ernsten Grundgeschichte), sondern auch einfach mal ein paar Orks auf ein Katapult gesetzt werden, um mit Ihnen ein Flugzeug aufzuhalten. Aber auch emotionale Elemente fehlen in der Parallelwelt, die vom Kampf bestimmt ist, nicht. Die Trauer der Drachenmutter um ihr Kind ist ein Beispiel dafür (mal davon abgesehen ist sie ein wirklich extrem schöner Drache).
wehartit.com
Ich rede die ganze Zeit von Parallelwelten. Das liegt daran, dass es drei Ebenen gibt, in denen der Film spielt. Einmal die Realität, in der ein namenloses Mädchen nach einer Familientragödie von ihrem Siefvater in eine Psychatrie eingewiesen wird, wo sie die bösen Machenschaften bereits genannten Stiefvaters durch eine Lobotomie vergessen soll. Die zweite Welt ist eine Fluchtwelt, in die sich das Mädchen zurückzieht. Warum ist nicht direkt klar. Eventuell um die psychisch stark belastende Zeit in der Heilanstalt zu verkraften, aber vielleicht ist es auch nur eine Wahnvorstellung, die ihre Handlungen in der Realität rechtfertigen soll. Die dritte Welt schließlich ist die, in der gekämpft wird. Babydoll tritt in sie ein, wenn sie zu tanzen beginnt und diverse Menschen ablenkt, weil ihre Gefährtinnen die notwendigen Gegenstände für die geplante Flucht stehlen. Dabei ist der Tanz ein Kampf ums Überleben, durch das Eintauchen in die Welt der Schlacht wortwörtlich, da ihr innerhalb von 5 Tagen gelingen muss, ihrer Gefangenschaft, bzw. ihrem Schicksal zu entfliehen.
Der Übergang in diese Welten ist nicht ganz so verworren wie bei Inception (wobei ich das dort auch noch einigermaßen abgegrenzt fand), sondern klar unterteilt. Der Film beginnt in der Realität, spielt den größten Teil der Zeit in dem Freudenhaus von Blue (die zweite Welt), welche von den Tänzen immer wieder unterbrochen wird (was sich aber gut in den Kontext einbettet), um dann wieder in die Realität zu münden.
Die Verständlichkeit der Handlung wird auch dadurch unterstützt, dass unwichtige Informationen weggelassen werden. Der Name des Mädchens in der Realität beispielsweise, aber auch der Name der Stadt, in die ihre Freundin flieht. Apropos Freundin: Die Mädchen haben alle eine bestimmte Rolle in der Geschichte, die sie erfüllen. Es ist recht schnell abzusehen, wer nun für was zuständig ist. Dabei wirkt das Ganze aber nicht weniger spannend, sondern durch die Kampfszenen aufgelockert, in denen sie ja eher aktiv handeln müssen. In der zweiten Parallelwelt muss eher passiv vorgegangen werden, heimlich und versteckt.

Eine Schauspielerin, die ich in diesem Film nicht erwartet hätte, ist Vanessa Hudgens. Das Disney- Sternchen fügt sich ganz gut in die Story ein, hat aber leider eine Rolle erwischt, die nur mäßig wichtig ist und auch in den Kämpfen nicht besonders viel zu sehen ist (gegen Ende fehlt sie dann ganz).
weheartit.com

Und eines noch zum Schluss: Der Soundtrack ist auch mal wieder der Wahnsinn. Ich habe richtiges Mitleid mit den Menschen, die nicht den passenden Musikgeschmack haben, denn wenn man entsprechendes mag, kommt man voll auf seine Kosten.


Wenn ihr auf abwechslungsreiche, actiongeladene, interessante und neuartige Filme steht, die bildgewaltige wie auch anspruchsvolle Szenen aufweisen, seid ihr bei Sucker Punch mehr als an der richtigen Adresse. Ich verstehe nicht, wie der Film so viele schlechte Kritiken bekommen konnte, denn für mich ist er eine gelungene Abwechslung aus den sonst so vorhersehbar alte Handlungsmuster wiederholenden Streifen. 
Es scheint, eine Gruppe von Freaks habe sich an den Tisch gesetzt und einfach mal alles zusammen gewürftelt, was ihnen gerade einfiel. Und dann eben statt 10 Filmen einen gemacht.
Ganz großes Kino, da endlich mal jemand keine Angst hatte, neue Wege zu gehen.
Danke!
Übrigens auch dafür, dass der Film nicht in 3D ist! Definitiv ein absoluter Pluspunkt.

Donnerstag, 24. März 2011

Ja der Graf, ist Vergangenheit, Blut & Nostalgie..

Ein kurzer Beitrag/Nachtrag/Zusatz zu ner Diskussion in Facebook, die damit anfing, dass ich es grässlich finde, dass in der neuen RTL2- Serie True Blood irgendwie keine Handlung existiert, die nichts mit Sex zu tun hat. Ich dachte es ginge um Vampire, aber die sind irgendwie nur Nebensache. So als wenn man sagen würde: Hey, du warst mit dem Typen im Bett? Ich hab gehört, Schwarzhaarige (eben: Vampire) wären nicht treu (wären gefährlich), überleg dir das nochmal.  
Wie sich das doch alles verändert hat.
Die Twilight- Bücher fand ich gar nicht mal so übel (vom weiblichen Hauptcharakter mal abgesehen). Dass die Filme Mist sind, ist denke ich klar, was aber hauptsächlich, meiner Meinung nach, an der grausamen Fehlbesetzung und der Fehlinterpretation mancher Szenen lieg.
Aber klar, für die weiblichen Zuschauer wird der Vampir an sich zum geheimnisvollen, begehrenswerten Objekt, dass in seiner Gefährlichkeit einen gewissen Reiz ausübt. Und wenn man ehrlich ist sind Gefahr, Geheimnis und gutes Aussehen Aspekte, die man sich bei einem Bettgefährten sicher nicht wegwünschen würde ;) Allerdings ist die Flut dieser Aspekte inzwischen wirklich lästig geworden (Blade war zwar auch attraktiv, gefährlich und geheimnisvoll.. Nur wurde das nicht so überspielt dargestellt ^^)
Ich finds gut, wenn Vampire einen gewissen menschlichen Touch haben (je nach Lebenweise natürlich) weil sie nunmal früher Menschen waren und mit ein bisschen Emotion eben auf ihre menschliche Seite zurückgreifen. Es gibt eben solche Vampire.. und solche, weil jeder auf der Grundlage seines Wesens mit der Verwandlung anders umgeht. Gut so, denn sonst wären es ja nichts anderes als Zombies, die statt Gehirnen Blut zu sich nehmen. (Je nachdem was man als Ursache für die Verwandlung sieht - Virus, Geburtsfehler, etc. - ist natürlich eine gewisse Wesensveränderung nicht ausgeschlossen.. ) Man beachte nur "Interview mit einem Vampir", wo die beiden Hauptrollen in dieser Frage grundsätzlich andere Standpunkte einnehmen. Die Kleine ist dann ja nochmal ein Fall für sich in ihrer sadistischen Art.
Edwards ist ja eh weniger für Menschen gefährlich, da er nur Tiere jagt, und er ist eigentlich der im Film, der den klugen Kopf bewahrt, weil Bella ja meint: Ich heirate dich nur, wenn wir vorher Sex hatten. Er versucht seinen vampirischen (Killer-) Trieben zu widerstehen, die ihn dazu bringen, sie zu allererst mal auszusaugen (oh mein Gott, ich weiß einfach zuviel über Dinge, die ich eigtl nur am Rande wahrnehmen wollte). Erneut: Ich kann den Schauspieler einfach nicht leiden. Er ist definitiv zu sehr Vertreter der Milchbubi- Fraktion, dass er als ernstzunehmender Vampir durchgehen würde.
Aber es gibt wohl genügend Mädels, die auf sowas stehen. Unverständlicher Weise. Die sich so sehr mit der Geschichte auseinander setzen, dass sie der entweder "Team Jacob" oder "Team Edward" sind. Letzteres beinhaltet natürlich die Offenbahrung, besagter weiblicher Fan sei selbst ein Vampir.
Gerade in der Gothic- Szene gabs das schon viel zu lange bis jetzt und da hat sich kein Schwein drum geschert, wie abstrus das eigtl ist (Blässe ist ja nicht umsonst oft ein gern gesehenes Attribut hier.. mir ists eh Wurst, kann ja jeder sein was er möchte ^^) aber durch diesen ganzen Vampir- Hype kommen auch die 12 - 20 jährigen Mädels dazu, die weniger "schwarz" sind und drehen da komplett ab. Und das sind "normale" Mädchen, denen dieses besondere, dieses außergewöhnlich Gefährliche ihre Bedeutungslosigkeit vor Augen führt und sie dadurch davon träumen lassen, ähnlich zu sein/werden. (Im Gegensatz zu besagten Szene-Angehörigen, die den Todesbezug, die Macht und die Unnahbarkeit eines Vampirs schätzen.. Was ich durchaus nachvollziehen kann..) Identifikation ist alles, vor allem wenn es um den Hauptcharakter eines Buches geht.
Auch die Sache mit dem vegetarischen Vampir ist nicht neu. Das gab es bereits in "Interview mit einem Vampir", auch wenns nicht so gut geklappt hat. Selbst Seras Victoria bei Hellsing versucht sich von Menschenblut fern zu halten. Es ist ja nicht so, dass er gar kein Blut trinkt (also, Edward und seine Familie oder auch Louis in Interview mit einem Vampir) sondern nur kein menschliches Blut. Er ersetzt es durch Tierblut, was aber eine Schmälerung seiner Kräfte nach sich zieht. Nunja, irgendwie muss man ja leiden, wenn man seiner Natur zuwider handelt ;)
Das Argument, es gäbe keine heißen Vampirfrauen in Twilight zieht teilweise. Es ist ja grundsätzlich eine Geschichte für pubertierende Mädchen (der Vampirismus als Metapher für die Fremdartigkeit, die ein junges Mädchen in der Pubertät empfindet). Wobei ja auch der Versuch besteht in Twighlight sojemanden unterzubringen - Victoria - (nachdem es sich aber bei der Autorin eben um eine Frau handelt, war das ja auch nicht so übermäßig ztu erwarten). Insofern ist die Zielgruppe klar.
Aber wenn Männer heiße Vampire wollen, müssen sie sich eben Underworld oder Königin der Verdammten ansehen ;) Es ist nicht so, dass sowas heutzutage in Filmen nicht mehr vorkommt.
Den Vergleich mit Buffy muss ich auch kurz aufgreifen, denn das wäre ein Beispiel für eine Vampir-Serie mit heißen Frauen, Milchbubi-Vampiren, heißen Vampiren und quasi Hauptcharakteren und Vampiren für jeden Geschmack.
Twilight ist hier eher etwas einseitig. Und was, zurückkehrend auf den Ausgangspunkt, bei True Blood das Problem ist, nämlich der ganze Sex, kommt auch hier nicht zu kurz. Brauchen wir sowas denn? Ich meine klar, bei Buffy gabs sowas auch, aber während ner Dreiviertelstunde True Blood gabs ca 15 Sexszenen, alleine, zu zweit, für jeden Geschmack was dabei. Irgendwann wird es echt zuviel. Da muss ich wieder an Black Swan denken, das zwar ohne Vampir auskommt, aber dafür ja auch mit sexuellen Aspekten gespickt ist. 
Gibt es wirklich Leute, die auf sowas anspringen? Gilt denn "Sex sells" heutzutage so stark? Ich kanns mir irgendwie nicht vorstellen. Es wäre wirklich erschreckend *grusel*
Hat einer von euch gestern True Blood gesehen, oder Black Swan, und weiß wovon ich rede und kann das nachvollziehen?
Oder findet ihr, ich seh das alles so eng und wir wären nun mal ne aufgeklärte Zeit?



weheartit.com
Ansonsten warte ich gerade darauf, dass die Tortellini durch sind und ich sie mit meiner Sis zusammen genüsslich verschlingen kann. Wir haben sie uns verdient, denn wir waren vorhin 20 Minuten Sonnenbrille shoppen (für mein Schwesterherz), was Anstrengung genug war für den heutigen Tag ;)
Meine Hausarbeit nervt mich immernoch. Habe heute Mittag gesehen, dass mein Dozent sie mit "ungenügend" bewertet hätte. Aber so schlecht war sie meiner Meinung gar nicht. Ich weiß nun nicht was ich machen soll, denn ich glaube nicht, dass ich sie noch so viel besser hinbekomme. Fühl mich echt mies. So schlecht bin ich doch gar nicht *seufz*


P.S.: Nicht wundern, dass ich mich oben hauptsächlich auf Twilight bezogen habe. Das war in besagter Diskussion irgendwie der Prototyp eines modernen Vampirfilms. Also, ein negativ behafteter Prototyp ;)


Samstag, 19. Februar 2011

"Aber wenn du nicht aufpasst, klemmst du dir dabei die Schnauze ein und machst dich unglücklich für den Rest deines Lebens."

„Folgendes weiß er noch nicht: Ich verliere mich in der Person die ich liebe. Ich bin eine permeable Membran. Wenn ich dich liebe, bekommst du alles von mir. Mein Geld , meine Zeit, meinen Körper, meinen Hund, das Geld meines Hundes. Ich übernehme deine Schulden und projiziere auf dich alle möglichen schicken Eigenschaften, die du selbst in dir nie kultiviert hast. All das gebe ich dir und noch mehr, bis ich so ausgelaugt und leer bin, dass die einzige Chance, mich zu erholen, ist, mich in jemand andern zu verknallen.“
Eat, Pray, Love

Aber es gäbe so viel zu zitieren aus diesem Film. Ich habe ihn im Moment zur Hälfte gesehen und er ist bis dahin auf jeden Fall empfehlenswert.

Quelle: weheartit

Sonntag, 6. Februar 2011

I kept dreaming of a world I thought I'd never see...

Tron: Legacy

Was ich erwartet hatte:
Einen actionreichen Film, der mir vielleicht nicht 100pro gefällt, aber mit Sicherheit ein paar imposante Bilder aufweist.

Was ich zu sehen bekam:
In einer zeitlich genau passenden Einleitungssequenz wird die Geschichte des ersten Tron-Films (den ich nicht gesehen habe) angerissen, die Bedeutung des Vaters, Kevin Flynn, für seinen Sohn Sam aufgezeigt, dessen Entwicklung bis zu seinem 27. Lebensjahr und seine Einstellung zum neuen Kurs der Firma seines Vaters. Dieser Teil des Films ist soweit abgewogen, dass der Charakter Sams und sein innerer Konflikt dem Zuschauer deutlich genug wird, um in die Hauptgeschichte einzusteigen. Diese wiederum ist rund, kurzweilig und in sich schlüssig. Überraschungen gibt es eigentlich keine, doch dafür kommt der Zuschauer mit spannenden Licht-Verfolgungsjagden und einem unglaublich packenden Soundtrack voll auf seine Kosten.
Ich kann nachvollziehen, dass in anderen Beurteilungen des Films die Beschreibung „ermüdend gleichförmig“ fällt, denn es geht zwar zügig von einer Station der Geschichte zur anderen, es ist aber alles relativ nachvollziehbar.
Beziehungsweise: Gleichförmig stellenweise schon, ermüdend dagegen fand ich es jedoch nicht, denn besonders durch den Sound von Daft Punk wird man direkt ins Geschehen eingesogen und erzittert zusammen mit den Bässen in Ehrfurcht angesichts des Schauspiels auf der Leinwand. Die Musik mit Stille im Kontrast dazu (beides eindrucksvoll eingesetzt), ebenso wie Licht und Dunkelheit in ihrer Gegenüberstellung sind meiner Meinung nach zentrale Stilelemente des Films (die Verwendung des 3D-, bzw. 2D; von der Idee des Wechsels zwischen beidem hätte ich mir mehr erwartet).
Sam taucht in die virtuelle Welt seines Vaters ein und steht dem Programm Clu gegenüber, der die Macht an sich gerissen hat. Sein Vater, der mit Hilfe des Programms eine perfekte Welt erschaffen wollte, hat sich zurück gezogen und wartet darauf, dass sich Clus „Untertanen“ selbst gegen ihn erheben, um dessen Tyrannei zu beenden. Er konnte jedoch nicht zu Sam in die reale Welt zurückkehren, weil Clu seinen „Diskus“, ein Instrument, auf dem das Wissen des jeweiligen Trägers gespeichert ist, nicht in die Hände bekommen darf. Mit diesem wäre er nämlich imstande, in die reale Welt einzufallen um auch dort seinen Auftrag der Erschaffung einer perfekten Welt umzusetzen. Die auch uns bewusste Unvollkommenheit unserer Welt ist ihm ein Dorn im Auge.
Dass Sam nun seinen Vater zurückholen möchte, dabei die letzte Überlebende eines wundersam entstandenen Supervolkes retten muss und zudem noch die Herrschaft Clus beenden will, versteht sich für den aufmerksamen Zuschauer von selbst.
Auf die moralischen Aspekte des Films will ich nur soweit eingehen: Gut fand ich die Erkenntnis von Kevin Flynn, dass Clu nicht das „böse Programm“ ist, das vernichtet werden muss, sondern dass es in seinen Handlungen nur dem entspricht, was er ihm als dessen Schöpfer an Fähigkeiten, aber auch besonders an Wissen mitgegeben hat. Fehlerhaftes Wissen, denn Flynn ist zu der Erkenntnis gekommen, dass es keine perfekte Welt geben kann, dass Perfektion unerreichbar ist. Insofern kann Clu auch kein Vorwurf gemacht werden, da dieser nur seinem bestehenden Status nach handelt, während Flynn selbst als Mensch lernfähig ist.
Mehrere faszinierend selbstironische Seitenhiebe lockern den Film immer wieder auf und sorgen für amüsiertes Erstaunen. Sie werten das Ganze zusammen mit dem, man kann es nicht oft genug sagen, herausragenden Soundtrack auf.
Nun, man muss den Film nicht mögen. Die Rezension, die unter dem nachfolgenden Link zu finden ist, splittet besonders gut auf, was man alles bemängeln kann. Bei sehr vielem kann ich zustimmend nicken und bei vielem kommt in mir der Gedanke auf: Stimmt, das war ja wirklich komisch/nicht nachvollziehbar/fragwürdig. Da hätten sie mehr draus machen können.
Im Kino ist mir das meiste nicht aufgefallen. Wenn ich den Film noch einmal sehe, werde ich vermutlich auch mehr auf die anderen Aspekte achten. Beim ersten Sehen allerdings war ich gefangen von den verschiedenen, doch recht beeindruckenden Bildern (und eben ganz besonders der Musik!). Und das ist mir gerade erst mal das wichtigste, also erstmal: Ich fand den Film richtig klasse ;)
(Okay, irgendwie hat ihn mir die Rezension doch ein wenig schlecht geredet. Hmm..)

---

Weiterführende, interessante Rezension: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/01/27/tron-legacy-review/

---

So, nun ein: "Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und das Ganze noch mal überdacht"- Edit ;)

Man hätte sehr viele Aspekte weitaus mehr ausführen können. Dieses Supervolk der Isos (klar, sie haben in gewisser Weise diese Diskussion um Existenz, etc ausgelöst.. aber warum sie nun genau wichtig sind, wird wirklich nicht gesagt..) Dass man gar nicht die Zeit hatte, herauszufinden, ob und wie faszinierend und neu sie eigentlich wirklich sind, und ob sie evtl helfen können, weil sie als etwas Unbekanntes sofort vernichtet werden mussten, ist natürlich ein Interpretationsansatz, der das ganze wieder bestärkt.
Aber genauso der Widerstand unter den Programmen, der zwar mal in der Disco da zum Ausdruck kommt, aber dann doch komplett wieder verschwindet wäre eine Option gewesen, ein wenig mehr Spannung in die Geschichte zu bekommen.
Aber das sind auch Sachen, über die man nachträglich als Zuschauer diskutieren kann, die also über den Film hinaus präsent bleiben und das ganze nochmal im Nachhinein interessant machen.
Die andere Rezension oben ist doch sehr hart mit dem Film ins Gericht gegangen. Wäre ich ein versierter Kenner des Genres und des vorhergehenden Films, hätte ich eventuell den ein oder anderen Anspruch auch gestellt. Aber so, als quasi unwissende Kinobesucherin, finde ich nicht, dass die Nebenfiguren zu wenig ausgeführt waren, oder dass Sam wie ein kleines Kind durch die virtuelle Welt gestolpert ist. Gerade die Charaktere waren doch ausreichend ausgefeilt. Die Nebencharaktere gerade so weit, dass sie nicht zu aufdringlich waren, ihre Position und Bedeutung für den Verlauf der Geschichte dem Zuschauer aber klar vor Augen geführt wurden.
Meine etwas ins negative abgedriftete Einstellung von gestern kann ich wieder weitesgehend zurück ins Positive rücken.
Bereits genannte Kritikpunkte bestehen, sind vl auch nicht die einzigen, aber alles in allem würde ich mir Tron:Legacy auch gerne wieder ansehen. Und grundsätzlich kann ich ihn auch unter genannten Vorbehalten weiterempfehlen. Am Besten aber: Komplett ohne Erwartungen reingehen, sich neu auf den Film einlassen und einfach nur Wohlfühlen in einer außergewöhnlichen, unter die Haut gehenden Atmosphäre.


Bloglovin

Follow Der Sterne Wirren..