Der Film endet traurig, aber hoffnungsvoll.
Ich drehe mich zu dir um, dich zu küssen. Du schaust mich an. Lächelst.
Und dann: Tränen in meinen Augen..
Du glaubst, es wäre das Filmende, das mich traurig stimmt.
Aber es ist das Gegenteil: Du bist grenzenloses, zum Weinen schönes Glück.
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Mittwoch, 24. April 2013
Sonntag, 4. März 2012
Dienstag, 3. Januar 2012
Atemzug XIII
Manchmal ist es hier oben wie in einem Zelt.Der Wind saust um das Dach, als wären sie nicht aus Holz sondern aus Stoff. Er rüttelt und braust. Und doch ist es hier sicher. Man kann sich mit einer heißen Tasse Tee aufs Sofa setzen und dem Regen zuhören, der unaufhörlich niederprasselt. Es ist trocken und warm unter der Flauschedecke. Die Gezeiten wüten um das Haus und es ist, als wäre man mittendrin, aber dennoch nicht in Gefahr.Es ist wundervoll, wenn die Balken ächzen und die die Regentropfen ihr Lied spielen, wenn man zusammengekuschelt im Bett liegt, die Decke bis zur Nasenspitze, weil die Heizung mal wieder nicht funktioniert.
Es ist, als hielte die Welt den Atem an.
Wartend. Hoffend.
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Samstag, 31. Dezember 2011
Atemzug XII
Die Protagonistin verzieht das Gesicht zu einer schmerzerfüllten Maske. Die Augen, weit aufgerissen, füllen sich mit Tränen. Sprachlos geöffnete Lippen, ein verzweifeltes Schluchzen. Schrecken im Blick."Mit dem Versuch, nichts kaputt zu machen, hast du ganz langsam alles zerstört."Cut.
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Freitag, 23. Dezember 2011
Atemzug XI
Dein Kopf auf meiner Schulter, deine Hand auf meiner Hand, dein Mund an meiner Wange, dein Atem an meinem Hals, dein Haar in meinem Nacken, dein Herz an meinem Ohr, deine Hand in meinem Haar, dein Mund auf meiner Stirn, deine Kopf in meinem Schoß, deine Stimme in meinem Ohr, dein Kuss auf meiner Hand..
Du.. bei mir.
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Montag, 31. Oktober 2011
Atemzug X
Der kalte Wind streicht ihr über die nackten Arme und Beine.
Eine Gänsehaut zieht ihren Körper hinauf, lässt sie erschaudern. Sie zittert. Alles in ihr ruft danach, die Arme um den Körper zu schlingen und ein wenig Wärme zu sichern. Nicht auszukühlen, nicht zu erfrieren.Sie schüttelt den Kopf, die Gedanken stocken. Alles dreht sich um die Temperatur, keine Wortfetzen mehr, die wie Klingen in ihren Kopf schneiden.Nur nicht nachgeben, nichts überziehen. Nicht das offene Fenster schließen, vor dem sie steht.
Wärme erinnert zu sehr an ihn.
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Dienstag, 25. Oktober 2011
Atemzug IX
Ich sitze auf einem Fensterbrett. Die Heizung hat es angewärmt. Von innen soll der Tee wärmen, den ich in einer Tasse in meinen Händen halte. Lange, kuschelige Ärmel schützen meine Hände vor der Hitze, als ich die Tasse an die Lippen setze um zu pusten. Draußen scheint graues, regnerisches Licht, das die Tropfen an der Scheibe nicht so zum Funkeln bringen, wie es Licht sonst zu tun vermag.Ich lege meinen Kopf an das kühle Glas und schließe die Augen.Am Ende bin ich doch nur wieder enttäuscht. Von mir.Sitze in meinem Schneckenhaus und bemitleide meine Unfähigkeit, meine Ängste und Eigenheiten im Zaum zu halten. Mich auf das zu konzentrieren, was mir wichtig ist. Konsequent zu sein.Doch so oft ich bedaure, so oft wird mir auch klar, dass es keinen Ausweg gibt und ich mich nur im Kreis drehe. Um mich und um andere.
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Montag, 5. September 2011
Atemzug VI
Aufstehen. Montag Morgen. Arbeiten.
Einen Moment lang will sie sich umdrehen, kurz noch kuscheln, bevor sie in einen neuen Alltag abtaucht. Dann die Erkenntnis: Er ist nicht da. Montag Morgen.
Seufzen, dann aus dem Bett quälen. Strecken. Schnell was überziehen, frühstücken, fertig machen und los gehts.
Es ist nicht viel Zeit, sie steigt wiederwillig aus dem Bett. Im Vorüber gehen greift sie eines der T-Shirts, das sie bei ihm anhatte. Und hält inne.
Es riecht nach ihm. Sie zieht es an, schließt die Augen. Ist für einen Moment wieder dort.
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Dienstag, 26. Juli 2011
Atemzug V
Sie zieht die Jacke enger um sich. Es ist kalt, windig und grau. Ihre Frisur ist schon lange nicht mehr öffentlichkeitstauglich, aber das ist nicht weiter wichtig. Sie schultert ihre Tasche und kämpft sich gegen den Wind. Weg von der einigermaßen geschützten Bank, auf der sie nun viel zu lange gesessen hat. Weg von der Bushaltestelle.
Er ist nicht gekommen. Der Bus. Alles sprach dagegen, alles schien so sicher. Und dann ist er nicht aufgetaucht.
Die ersten Regentropfen fallen. Bis sie daheim ankommt, wird sie klitschnass sein. Aber egal, sie muss ja nirgendwo mehr hin. Wie praktisch..
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Sonntag, 19. Juni 2011
Atemzug IV
Vielleicht. Vielleicht passt es doch nicht. Vielleicht machte sie sich, wie so oft, etwas vor.War es berechtigt, sich in einer Rolle zu sehen, die sie nicht innehatte, nur um glücklich zu sein?Belog sie sich nicht die ganze Zeit selbst?So lang hatte es gedauert, bis sie sich endlich wieder als wenigstens ausbaufähig attraktiv im Spiegel ansehen konnte. Doch diese Zeit, in der sie laut anderen glücklicher schien, als überhaupt jemals zuvor, schien wie ein Jahrhundert her. Sie war schuld. Wodurch, war nicht wichtig.Ihre Schuld, ihr Unvermögen und ihre Unzulänglichkeit bahnten sich auch hier, einer Angelegenheit, die sie für unantastbar gehalten hatte, ihren grausamen und zermürbenden Weg. Sie seufzte.Der Bus fuhr eine Kurve und sie verspürte das dringende Bedürfnis, sich zu seiner Kugel zusammen zu rollen. Abwehrhaltung. Verkapselung. Sicher vor der Welt.Die Hand, die die ganze Zeit in seiner gelegen hatte wurde plötzlich hochgehoben und als sie den Kopf drehte sah sie, wie er sie zärtlich küsste.Sie lächelte. Blickte in seine Augen. Atmete Zuneigung. Vielleicht..
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Mittwoch, 4. Mai 2011
Atemzug III
Sie legt ihren Kopf auf seine Schulter. Der Pullover ist kuschelig und weich. "Weck mich, wenn ich schnarchen sollte.", sagt sie und schließt ihre Augen.Er legt seine Hand auf ihre und hält sie fest, während draußen die Bäume immer schneller vorbeiziehen.
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Freitag, 5. November 2010
Atemzug II
Wenn wir die Türe öffnen, sehen wir einen dunklen Flur.
Links führt eine Treppe in ein weiteres Stockwerk. Das Geländer ist aus weißem Holz.
Die grüne Tapete wirkt trist, aber nicht kalt.
An einer Garderobe hängen mehrere Mäntel, auf dem Boden darunter stehen einige Schuhe. Zwei weiße Türen und ein türloser Durchgang führen in weitere Bereiche des Hauses.
Wir entscheiden uns für den Durchgang und gehen an einem großen Spiegel, der rechts an der Wand hängt und in einen schweren, goldfarbenen Rahmen gefasst ist, geradeaus in ein Zimmer mit großen Fenstern aus weißem Holz.
Das trübe Licht, das von draußen durch die dünnen weißen Vorhänge, die bis zum Boden reichen, dringt, gibt den Blick auf einen Raum mit malvenfarbener Tapete frei. Links befindet sich eine kleine Küche aus hellem Holz. An der Theke stehen zwei Stühle, auf einem davon liegt die heutige Tageszeitung. Auf der Arbeitsfläche steht eine Schale mit Äpfeln.
Rechts befindet sich eine große weiße Couch. Sie sieht bequem aus und die großen lilafarbenen Kissen, die darauf liegen, laden zum Verweilen und Ausruhen ein. Diesen Ruf hat auch eine Katze mit flauschigem schwarz- weißen Fell vernommen, die sich in einer Ecke zwischen den Kissen zusammengerollt hat und wohlig schnurrt.
Ein heller Teppich liegt auf dem dunklen Holzboden. In einer Ecke steht eine große Grünpflanze.
Die Wand rechts neben der Tür wird vollkommen von einem Bücherregal eingenommen, das bis zur Decke gefüllt ist. An der Wand neben dem Bücherregal befindet sich ein Kamin mit weißen Kacheln und einer Sitzbank. Wir spüren die angenehme Wärme, die er verströmt, und riechen das knisternde Holz. Ein großes Bild hängt an der Wand neben Kamin, direkt über einer Kommode aus weißem Holz. Wir nehmen uns vor, die Leinwand näher in Augenschein zu nehmen, doch zuerst wandert unser Blick wieder zu den Fenstern zurück.
Draußen hat ein leichter Nieselregen eingesetzt, die Tropfen laufen sanft an den Fensterscheiben entlang. Wir durchqueren den Raum, unsere nackten Füße spüren den flauschigen Stoff des Teppichs. Wir setzen uns auf die Fensterbank, die breit genug ist und mit einem weichen Sitzkissen gepolstert.
Draußen ist die Welt in einen Schleier aus Regen getaucht, der das Grün des Gartens mythisch verhüllt. Auf einem kleinen Beistelltisch steht eine Tasse dampfenden Tees, der nach Honig und Zimt riecht. Ein dickes Buch liegt daneben.
Wir schlagen es an der Stelle auf, an der wir ein Lesezeichen vorfinden und beginnen zu lesen: „Sie saß am Fenster und lauschte dem Regen, während sie sich in eine andere Zeit träumte...“
Irgendwie scheint es mir noch nicht fertig zu sein, aber ich komme nicht drauf warum ;)
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Donnerstag, 7. Oktober 2010
Atemzug
„Glaubst du es mir wirklich nicht?“ fragte sie, und wagte es dabei kaum, ihm in die Augen zu sehen. Jeder Blick würde wieder jene Tränen hervorrufen, die sie selbst wie ein kleines Mädchen wirken lassen und jede ihrer Aussagen in Frage stellen würden.
Verzweifelt wandte sie sich ab und kuschelte sich an seine Brust, die warm und friedlich war. Sie fragte nicht wirklich.
„Ich will wichtig sein. Ich will für dich wichtig sein.“, sprudelte ihr Herz seinem Herzen entgegen.
Doch ihre stummen Bitten versickerten irgendwo zwischen ihrem und seinem T-Shirt.
Prallten ab an Furcht und Wut. An ihrer Furcht vor einer Absage und ihrer Wut über ihre eigene Feigheit und seine Ablehnung. Warum war dies alles nur so kompliziert?
Kompliziert, wie sie dieses Wort inzwischen hasste. „Wie, du suchst keinen Partner, bist aber nicht vergeben?“, „Erklär doch mal deinen Beziehungsstatus.“ Es war kompliziert.
Es war immer kompliziert. So langsam verlangsamte sich ihr Herzschlag wieder. Sie spannte ihn erneut in die Bänder ein, die ihn die Stunden zuvor auch gehalten hatten, bis er kurz aus seinem Gespinst aus Traurigkeit und mühsam zerstückelter Hoffnung entkommen war. Was war sie nur für ein einfältiges, junges Ding.
Was sollte dieses ganze Drama? Warum sollte er auch? Nur wegen der Komplimente? Nur wegen der Gespräche? Nur wegen der beiläufigen Zärtlichkeiten? Sei nicht dumm.
Ihr Mundwinkel zitterte, doch kein Laut kam über ihre Lippen. Langsam drehte sie sich zur Seite, spürte seine vertraute Wärme an ihrem Rücken. Gut dass es inzwischen dunkel war.
„Gute Nacht“, flüsterte sie.
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