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Freitag, 12. April 2013

When we were children we'd say that we don't know the meaning of fear..

Vor einiger Zeit versprach ich Katharina einen Blogeintrag über meine Abneigung gegenüber Kontakt mit fremden Menschen zu verfassen. Der liegt hier schon eine Weile rum, wurde mehrfach überarbeitet und sieht nun das Tageslicht. Er ist sehr persönlich und ich habe auch etwas mit mir gerungen, ihn zu veröffentlichen. Um ehrlich zu sein, es sind nur rund 80% der Geschichte, denn einen Teil möchte ich auch gerne für mich behalten. Nicht nur weil das hier das Internet ist und jeder es lesen kann, sondern auch weil es mir stellenweise sogar für Menschen, die ich sehr gut kenne, zu intim ist.
Aber ich möchte mit meinen Erfahrungen helfen, sofern es für irgendwen eine Hilfe ist, und wenn noch Fragen bestehen, beantworte ich die gerne zusätzlich ;)


Sonntag, 24. Februar 2013

It makes you scared of what tomorrow may bring...

Seit dem Ausbruch des "Arabischen Frühlings" in Ägypten ist das Land in allen Medien immer und immer wieder aufgetaucht. Gerade in solchen Fällen ertappe ich mich dabei, wie so viele eine Meldung, die mir dauernd aufgetischt wird, irgendwann ausblenden. Entnervt. Gerade was die arabischen Staaten angeht, denke ich mir oft "Können die diese Konflikte nicht endlich, endlich in den Griff bekommen?!"
Ich kann die Beweggründe nachvollziehen, die die einzelnen Parteien dazu bringen, sich immer wieder aufs Neue zu bekämpfen und dem Land und seiner Bevölkerung keine Ruhe zu gönnen. Doch ich kann sie nicht verstehen. Es ist mir unbegreiflich, wie man derart egoistisch, stur und realitätsfremd sein kann, sich nicht einfach zusammen zu setzen und zu sagen: "Wir wollen in diesem Land leben. Wir alle. Und zwar so gut wie möglich. Also sehen wir zu, dass wir das für alle realisieren." Ich weiß, das klingt sehr idealistisch, aber warum nicht? Warum können Menschen nicht über ihren Schatten springen, sich zu Fehlern bekennen und sich für das Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen? Gerade in wichtigen Positionen.
Aber derartiges haben wir ja hierzulande auch, dafür müssen wir nicht nach Ägypten sehen. Warum dieses Land derzeit dennoch in den Schlagzeilen sein müsste, es mir aber unbegreiflicherweise nicht ist: Öffentliche Vergewaltigungen auf dem Tahrir-Platz. Dem Platz, an dem alles begann und weiterhin andauert.

Wäre Mr. A nicht zufällig vorgestern über eine Meldung zu diesem Thema gestolpert, ich hätte es wohl nie erfahren, obwohl sich bei etlichen Zeitungen online Artikel dazu finden.
Kairo hat in den vergangenen zwei Jahren sehr gelitten. Die Infrastruktur hat sich zusehends verschlechtert. Unrat liegt in den Straßen, die große Schlaglöcher aufweisen. Pflastersteine wurden als Wurfgeschosse bei Straßenschlachten gebraucht und selbstverständlich nicht wieder aufgesammelt und zurückgesetzt. Gebäude verfallen, investiert wird nurnoch in Befestigungsanlagen für Botschaften und Regierungsgebäude. Die Kriminalität steigt, finanziell gut gestellte Bürger verlassen die Stadt. Alles in allem: Es geht bergab.
Die steigende sexuelle Gewalt an Frauen ist nur das i-Tüpfelchen auf der Situation.

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