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Montag, 29. April 2013

Mrs Irrsternchens Movietastic Monday XI

Ein Film mit einem Zeichenstil der etwas anderen Art steht heute auf der Montagsliste: Red.

Leider habe ich vom Ersteller nur das Pseudonym und den Herkunftsort in Erfahrung gebracht.So sucht iIn diesem 2010 vom australischen User bloodmage478 erstellte Kurzfilm in einer Anlehnung an das Märchen Rotkäppchen ein kleiner, schüchterner Wolf die Aufmerksamkeit und Zuneigung eines kleinen Mädchens mit rotem Cape zu erringen. Doch da er sich dabei nicht gerade geschickt anstellt, ist sie am Ende wenig beeindruckt von ihm. Ein Einhornhäschen, das sich als bösartiger herausstellt, als es aussieht, bringt schließlich eine dramatische Wendung in diese Geschichte.

Die Animation ist nicht perfekt, aber der außergewöhnliche Stil lässt einen das gerne vergessen. Mal wieder kommt die Handlung ohne gesprochene Worte aus, die Bilder sprechen für sich selbst und erzählen alles, was man zum Verständnis der Handlung benötigt. Darüber hinaus schaffen sie eine sehr flüchtige Atmosphäre, welche sowohl die Flüchtigkeit der Begegnung der beiden Kinder sowie die Flüchtigkeit der Möglichkeiten, den anderen für sich zu gewinnen, widerspiegelt. Denn kaum hat der kleine Wolf aufgegeben und zieht von dannen, ist die Angebetete schon in Todesgefahr und die Wahrscheinlichkeit, sie wiederzusehen, drastisch gesunken. Der Kurzfilm erzählt aber auch von Kräften, die in uns stecken und die wir noch nicht erahnen, von Hingabe und auch von Mut. Was dieser Film in 2,5 Minuten packt ist wirklich zauberhaft.
Oh, und natürlich: Never trust the bunny ;)


Dienstag, 19. Februar 2013

Ei, Großmutter, was hast du für große Augen?

Ein gewisses Grundrepertoire an Märchen gehört zu einer kreativen und von Fantasie erfüllten Kindheit dazu, davon bin ich überzeugt. In die Welt von Schneewittchen, Allerleirau und den sieben Schwänen einzutauchen vermittelt Kindern eine Vorstellung von unterschiedlichst geprägten Charakteren. Von Gut und Böse im klassischen Sinne ebenso wie von Mitleid, Verrat und Liebe. Märchen sind geprägt von Idealen, aber auch vollgestopft mit Metaphern und Selbstironie. Der erste Schritt ist das Amüsement beim Lesen, der zweite das Nachdenken und Interpretieren, das oftmals weitaus später kommt. Ich möchte Märchen nicht missen und bin meinen Eltern sehr dankbar dafür, von ihnen von klein auf mit den unterschiedlichsten Geschichten in Berührung gebracht worden zu sein. Ich lese heute noch sehr gerne in unseren Märchenbüchern, ob es sich nun um die von den Grimms oder Andersen gesammelten Klassiker oder auch internationale Geschichten handelt. Es findet sich eigentlich für jede Stimmung das passende Märchen, das schön bleibt, gerade auch, wenn eine eher antiquierte Sprache verwendet wird, wenn man es nicht zum ersten Mal aufschlägt.
Die Leistung der Grimms, Märchen zu sammeln und einheitlich zusammen zu fassen, ist beachtlich. Gerade weil sie Kernaspekt der deutschen Märchenkultur sind, hab ich mich auf die neue Vox-Serie „Grimm“ gefreut und hohe Erwartungen in diese Verfilmung gesetzt.

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